KINUX – meine eigene KI-native Linux-Distribution
Debian 13 als Fundament, XFCE als Desktop – und eine KI, die nicht als einzelne App danebensteht, sondern fester Teil des Systems ist. Das ist Kinux 1.0: eine eigene, KI-native Linux-Distribution, komplett gebrandet mit KINUX. Hier zeige ich, was drinsteckt, welche Optionen es gibt – und warum das Ganze richtig cool ist.
Was ist Kinux?
Kinux ist eine eigene Linux-Distribution auf Basis von Debian 13 (trixie) – kein aufgeklebtes Chatfenster, sondern KI-native von Grund auf:
- Ollama ab Werk: läuft als eigener Dienst (CPU-only), standardmäßig mit dem kleinen
phi4-mini(~2,5 GB) – also auch ohne GPU nutzbar - KI-Assistent: Chatfenster per Strg+Alt+K oder Tray-Icon, läuft immer im Hintergrund
- KI im Terminal: der Befehl
kinuxbringt denselben Agenten in die Konsole - Eigene Optik: Wallpaper, Logo (Pinguin + K + Neuronen), Boot-Splash, GRUB-Theme und Icons – kein Debian-Grau mehr
- Hybrid-ISO: live testen und über Calamares installieren – auch offline
Das steckt drin
| Bereich | Umgesetzt |
|---|---|
| Basis | Debian 13 (trixie), amd64, XFCE, Browser Falkon |
| KI | Ollama (CPU-only) als Dienst, Chat-Assistent + Terminal-Agent, Modellwahl & Download |
| Rechte | eigener Root-Kanal mit Bestätigungsdialog (abschaltbar), Schreiben außerhalb Home |
| Internet | Websuche (DuckDuckGo/Google-News), Seiten lesen, Wetter, automatische News-Recherche |
| Gedächtnis | merkt sich Fakten und Notizen lokal (memory.json) |
| Medien | erkennt USB-Sticks, CDs/DVDs unter /media/… automatisch |
| Extras | Spracheingabe (optional), Mikrofontest, Einstellungs-GUI, luradio |
| Branding | Wallpaper, Logo, Boot-/GRUB-Splash, Icons, Installation |
Die KI ist ein Agent – kein Chatbot
Der entscheidende Unterschied: Kinux’ KI macht Dinge, statt nur zu antworten. Sie hat Werkzeuge für Shell, Dateien, Systeminfos, Mail, Erinnerungen, Internet und Wechselmedien. Ein paar Beispiele, die im Projekt wirklich getestet wurden:
- „Erstelle einen Ordner und schreibe eine HTML-Seite mit den Systeminfos" → Datei wird angelegt
- „Prüfe die Logs des Rechners" → Shell-Werkzeug, echte Ausgabe
- „Schreibe eine Mail an Michael" → Mail-Entwurf im Mailprogramm
- „Starte das Programm von der CD" → erkennt das Medium unter
/media/…und führt es aus - „Gibt es News zu einer PHP-Sicherheitslücke und einen Patch?" → sucht automatisch und antwortet mit Quellen
- „Wie ist das Wetter in Berlin?" → echte Wetterdaten statt „keine Echtzeitdaten"
Schreibende oder systemverändernde Aktionen sind bestätigungspflichtig – und selbst der Root-Zugriff läuft über einen eigenen, absicherbaren Kanal. Die KI kann also viel, ohne dass man die Kontrolle abgibt.
Die Optionen: alles an einem Ort
Die Kinux-Einstellungen bündeln die komplette Steuerung in fünf Tabs:
- Modell & KI – Ollama-Status, installierte Modelle, Modell-Download mit Fortschritt, Kontextfenster, Antwort-Token, „im RAM halten", Antwortsprache
- Rechte – Auto-Approve, Root-Befehle erlauben, Schreiben außerhalb Home, maximale Schritte, Verlaufslänge
- Gedächtnis – Notizen anlegen, bearbeiten, löschen
- Sprache – Mikrofontest, Spracheingabe (STT-Befehl), Aufnahme + Erkennung
- Info – Pfade, Assistent neu laden, Ollama neu starten
Gespeichert wird sauber getrennt: Systemweite Vorgaben in /etc/kinux/config, eigene Anpassungen in ~/.config/kinux/config. Und weil das Modellfeld frei editierbar ist, lassen sich – passende Hardware vorausgesetzt – auch größere Modelle nachladen.
Die Installation: live testen oder gleich drauf
Kinux bootet als Live-System und bringt den Calamares-Installer mit. Wer will, testet erst in Ruhe – und installiert dann mit wenigen Klicks. Die Screenshots zeigen den Ablauf:
Besonders praktisch: Die Installation funktioniert auch ohne Internet. Der Modell-Download läuft erst nach dem ersten Start – so bleibt das ISO klein (1,54 GB).
luradio – das Radio, das die KI selbst gebaut hat
In Kinux steckt noch ein kleines Schmuckstück: luradio – ein vollwertiger Internetradio-Player, den die KI komplett selbst geschrieben hat (ursprünglich für ein altes MacBook Pro 5,1 mit 3,6 GB RAM). Und genau deshalb ist er so schlank: ein einziger Python-Prozess (~60 MB), Wiedergabe über mpv, keine Electron-/WebEngine-Ballast.
- Drei Anbieter: radio-browser (~50.000 Sender), laut.fm (~16.800 deutsche Sender), SomaFM (51 kuratierte Kanäle)
- Fenster, Tray und CLI: Sender suchen, Genres durchstöbern, „Meist gehört", Favoriten und Verlauf
- MPRIS2: reagiert auf Medien-Tasten und
playerctl - Läuft weiter im Tray, wenn man das Fenster schließt
- Suche & Steuerung auch per Kommandozeile – praktisch für Panel-Knöpfe und Skripte
- Unten rechts natürlich: © GrAd
Im Screenshot oben ist luradio direkt neben dem KI-Terminal und den Einstellungen zu sehen – ein fertiges Stück Software, entstanden aus einer Beschreibung, nicht aus einer Code-Vorlage.
Warum Kinux richtig cool ist
- KI als Systembestandteil: Assistent, Terminal-Agent und Einstellungen greifen ineinander – kein Tool-Hopping.
- Läuft lokal und offline: Ollama auf der eigenen CPU, keine Cloud, keine Tokens, keine Datenabflüsse.
- Echte Fähigkeiten: Dateien, Shell, Systeminfos, Mail, Internet, Wechselmedien – mit Bestätigung statt Blindflug.
- Eigene Identität: vom Boot-Splash bis zum Wallpaper komplett gebrandet.
- Durchdacht für schwache Hardware: kleines Standardmodell, optional Spracheingabe, schlanke Apps.
- Und das Beste: Die KI hilft nicht nur im System – sie hat Teile davon (wie luradio) selbst gebaut.
Stand & Download
Das ISO kinux-1.0-amd64.iso (1,54 GB) ist gebaut und im Live-Boot getestet – inklusive Installer, Assistent, Ollama-Dienst und luradio. Die sha256-Prüfsumme liegt vor.
Der Download wird nach den abschließenden Prüfungen und Tests veröffentlicht. Ich lasse lieber erst die letzten Checks durchlaufen, als eine halbfertige Distribution herauszugeben – sobald alles sitzt, findest du das Paket hier.
Bis dahin: Screenshots anschauen, Vorfreude aufbauen. Kinux kommt.